THE GOOD SENSE

Was uns wirklich stresst. Die drei Geheimnisse echter Resilienz.

Aktualisiert: 25. Nov. 2021



Das Internet und die sozialen Medien sind voll von Informationen rund um Happiness, Resilienz, Stress-Reduktion und Authentizität.

Wir können nicht unbedingt den Alltag verändern. Doch sehr wohl unsere Perspektive und unseren Mindset darauf. Erfahre im folgenden, wie du zufriedener und weniger gestresst durch den Tag kommst- worauf es wirklich ankommt.


Die gute Nachricht aus der positiven Psychologie und Resilienzforschung zuerst:


Resilienz ist die NORM, nicht die Ausnahme.

Zahlreiche psychologische Studien belegen, dass die meisten Menschen "von Natur aus" resilient sind, d.h. sich nach großen Herausforderungen, einschneidenden Erlebnissen, traumatischen Erfahrungen sehr gut und zügig wieder erholen. (Aktuelles Beispiel: die Corona-Pandemie und der Drang der meisten Menschen, wieder "weiterzumachen", zu leben, zu reisen, zu genießen.) Um diese Resilienz zu spüren, brauchen wir idealerweise drei grundlegende Eigenschaften - auf englisch die "3 C's" :

1. "CONNECTIVENESS" - die Fähigkeit der Verbundenheit Das Gefühl geliebt zu werden und zu lieben. Beziehungen aufzubauen, zu pflegen, zu nähren, zu halten.

2. "CONTROL" - die Autonomie und Selbstbestimmtheit über unser Leben sowie das Gefühl, Bereiche aktiv (mit zu) entscheiden, zu prägen und beeinflussen zu können.

3. "COMPETENCE" - das Gefühl der Machbarkeit, positiven Herausforderung statt Überforderung, das uns kreativ, neugierig, mutig und motiviert sein lässt.


Erlebst Du diese Möglichkeiten in Deinem täglichen Leben?

Was uns häufig im Alltag unter Druck setzt, sind die MIKRO-STRESSOREN

Die Forschung zeigt ebenfalls, dass es vor allem die Anzahl der vielen kleineren häufig sich wiederholenden Stressmomente des täglichen Lebens sind, die uns Kraft und Energie kosten, dünnhäutig machen oder uns konstant "gestresst fühlen" lassen.


Ob das tägliche Pendeln, schreiende Kinder, der unordentliche Partner, der Haushalt oder das zerbrochene Handy, die Call Center Schleife und die vielen ständigen digitalen Todos (...lade hier etwas runter, registriere dich hier, fülle dies aus...)

Es nervt, im wahrsten Sinne des Wortes.


Warum uns das so stresst?

Einfach gesagt: Weil wir da ALLEIN durch müssen.

Eine Erklärung ist, dass wir bei einschneidenden Erlebnissen - Flutkatastrophe, Todesfall, schwere Krankheit von der AKTIVEN MITHILFE UND DEM MITGEFÜHL unserer Mitmenschen profitieren - die Nachbarin bringt Essen vorbei, wir erhalten Beileidsbekundungen, der Bekanntenkreis schickt Empfehlungen zu Ärzten und medizinischer Behandlung. Im alltäglichen Leben "schwimmen" wir jedoch häufig ALLEINE, sozusagen "im Strudel der Mikro-Stressoren", der uns runterziehen kann.


Denn meistens steht niemand mit Blumen an der Tür, wenn wir müde und kaputt von der Schicht im Krankenhaus, einem Tag mit unfreundlichen Kunden, dem Konflikt mit dem Kollegen nach Hause kommen. Niemanden interessiert es wirklich, wie lange wir nachts am Computer sitzen, Wäsche falten, Essen kochen oder wie oft wir nachts aufgestanden sind, weil die Kinder krank waren.

Auch die Erwartungen an uns selbst, beispielsweise hinsichtlich Studium, Job + Karriere, Aussehen, Altern, Figur, Sportlichkeit... Oder der vielbeschriebene Perfektionsdrang - der Klassiker ist Weihnachten, "die schönste Zeit des Jahres" - ...der perfekte selbstgemachte Adventskalender für alle...die Photobücher, die handgeschriebenen Weihnachtskarten...und nach Corona kommen jetzt alle bei Dir zusammen!:-)

Psychologisch ausgedrückt: Es gibt häufig keine oder nur wenig soziale Empathie und strukturelle Wertschätzung Anderer für unsere kleinen und größeren täglichen Herausforderungen. (Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel!) Auf Dauer kann dies zu Gefühlen wie Frust, Ängsten, Traurigkeit, Stress und Überforderung führen, was sich wiederum negativ auf unsere tägliches Zusammenleben und unsere Stimmung auswirkt.


Wie kannst Du anders damit umgehen? Hier sind wirklich tolle Tipps aus der positiven Psychologie, die dir vieles erleichtern werden... Zu den 14 Tipps





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